Researchgate

Spätestens bei einem größeren Release-Schritt oder einem Software-Wechsel stehen Unternehmen heute vor der Entscheidung, ob sie in die Cloud gehen oder eine traditionelle Vor-Ort-Installation („On-Premise“) bevorzugen.

Für beide Bereitstellungsoptionen gibt es gute Argumente. Und zwar solche, die dafür und solche, die eher dagegen sprechen.

Als grundsätzliche Vorteile der jeweiligen Bereitstellung gelten:

Cloud                                                                                                      

+ Skalierbarkeit
+ Flexibilität (z.B. Funktionsumfang)
+ standortunabhängiger Zugriff
+ automatische Updates
+ automatische Backups
+ Einhaltung aktueller Datensicherheitsvorgaben

On-Premise

+ maximale Kontrolle
+ uneingeschränkter Zugriff
+ keine Abhängigkeit von Internetverbindung
+ Datenschutz

 

Als grundsätzliche Nachteile der jeweiligen Bereitstellung gelten:

Cloud

Abhängigkeit vom Anbieter
Abhängigkeit von Internetverbindung
Weitergabe der Daten

On-Premise

Investitionsaufwand
Personalkosten
Aufwand für Verfügbarkeit und Wartung des Rechenzentrums in Eigenregie

Eine allgemeingültige, richtige Entscheidung gibt es hier nicht, jedes Unternehmen und jedes Labor muss das für sich entscheiden. Zwar lassen sich bei einem solchen Entscheidungsprozess interne Vorbehalte oder das berühmte Bauchgefühl nicht komplett ausklammern, allerdings sind diese eher diffusen Aspekte kein guter Ratgeber, wenn es darum geht, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Zielführender ist eine individuelle Situationsanalyse und die unternehmensspezifische Gewichtung der jeweiligen Vor- und Nachteile. Es kann sinnvoll sein, sich bereits bei diesem ersten Schritt externe Unterstützung durch unabhängige IT-Berater ins Haus zu holen, da sie eine objektive Einschätzung vornehmen, die von keiner vorgefassten Erwartungshaltung oder Stimmungslage beeinflusst ist.

Und auch wenn wir die beiden Optionen hier jetzt als Gegensatz dargestellt haben, treten sie in der Realität oft gar nicht so komplett getrennt voneinander auf. Denn ein Schritt in die Cloud ist nicht gleichbedeutend damit, alles in die Cloud zu verlagern, geschweige denn verlagern zu müssen. Vielmehr gibt es unterschiedlichste Mischformen, wobei auch diese ihre jeweils eigenen Herausforderungen haben, wie beispielsweise die Aktualisierung der Schnittstellen zu eigenentwickelten Lösungen.

Abbildung: Researchgate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt also eine große Bandbreite an Möglichkeiten, so dass eigentlich jedes Unternehmen beide Bereitstellungsoptionen so nutzen kann, wie es den eigenen Anforderungen am besten entspricht.

Ab in die Wolke oder zuhause bleiben? Unser Vorschlag: Das eine tun und das andere nicht lassen!